Dunkle Zeiten bei Blackberry: Aktuelle News

Dienstag, 29. Oktober 2013

Beim kanadischen Technikhersteller Blackberry stehen düstere Zeiten an. Hergestellt werden Smartphones, welche charakteristisch für den Hersteller eine Tastatur in Hardwareform aufweisen sowie Tablet-PCs, welche mit dem Betriebssystem QNX arbeiten. Trotz des weltweiten Bekanntheitsgrades von Blackberry steckt das börsennotierte Unternehmen in der Krise. Dieses Jahr hat das Unternehmen bereits unverkaufte Waren im Wert von 1 Milliarde US-Dollar abschreiben müssen.

Die Folgen

Wie bei jedem Unternehmen, welches in Notlage gerät, müssen die Mitarbeiter leiden. Das ist auch bei Blackberry nicht anders, eine Beschneidung der Belegschaft auf 60 Prozent ist geplant. In absoluten Zahlen wären dies etwa 5200 Mitarbeiter, welche das Unternehmen zwangsverlassen müssten. Diese Maßnahme ist natürlich extrem imageschädigend, jedoch bleibt dem ums Überleben kämpfende Unternehmen keine andere Wahl. Hinzu kommt außerdem die wachsende Konkurrenz – Apple aus den USA, Sony aus Japan und Samsung aus Südkorea stellen allesamt Smartphones her, welche Blackberry ebenso gerne verkaufen würde.

Es gibt Hoffnung für Blackberry

Ebenso international wie die Konkurrenz ist allerdings der Interessentenkreis, welcher sich mit dem Kauf des angeschlagenen Unternehmens beschäftigt. Ein deutscher, chinesischer und auch ein amerikanischer Hersteller hat Interesse gezeigt, das Unternehmen zu kaufen. Das aber wohl bekannteste Angebot hat das ebenfalls kanadische Versicherungsunternehmen Fairfax Financial gemacht. Für neun Dollar pro Aktie würde es Blackberry kaufen. Zum Vergleich: Die Aktie von Blackberry wird derzeit für etwa acht Dollar und 23 Cent gehandelt. Blackberry versucht derzeit zu vermitteln und zu beruhigen: Das Problem bestehe wohl darin, keine Produkte mehr an den Mann bringen zu können; Schulden, also Verbindlichkeiten, gäbe es keine. Dazu solle das Unternehmen noch über einen großen Bargeldvorrat verfügen. Was passieren wird, bleibt wohl abzuwarten. Fairfax Financial überprüft derzeit die genaue Finanzlage.