Die Macher des Firefoxbrowsers von Mozilla wollen Smartphonemarkt erobern

Dienstag, 20. November 2012

Einst wirbelte Mozilla mit seinem Firefox den Browsermarkt ordentlich durch, nun wollen die „freien Entwickler“ dasselbe auf dem aufstrebenden Markt der Betriebssysteme für Smartphones erreichen, berichtet die Tageszeitung „DIE WELT“.

Mozilla wird mobil

Mozilla folgte in der Vergangenheit stets den Grundsätzen nach mehr Datenschutz und mehr Offenheit. Und genau diese Werte sind nach Meinung des Vorsitzenden der Mozilla Foundation Mitchell Baker bei den Smartphones zu kurz geraten. Deshalb arbeitet Mozilla an einem eigenen Betriebssystem für Smartphones, um so den alteingesessenen Platzhirschen Apple, Google und Microsoft Konkurrenz zu machen. Dabei wollen die Entwickler bei Mozilla ihre ganzen Erfahrungen, die sie im Laufe der Jahre mit ihrem Webbrowser Firefox gemacht haben, in die Entwicklung des mobilen Betriebssystems einfließen lassen. Ob die Beziehung zu Google dadurch getrübt werden könnte, hieß es seitens von Mozilla, dass die Beziehung zu dem Suchmaschinengiganten „komplex“ sei und eben auch Konkurrenz beinhalte.

Erste Partnerschaften stehen schon

Die Entwicklung scheint nach Informationen der „WELT“ bereits weit fortgeschritten zu sein. Im Gespräch mit der deutschen Tageszeitung sagte der Mozilla-Chef Baker, der Konzern stehe im engen Kontakt mit den Standardisierungsexperten des World-Wide-Web-Konsortiums (W3C), um so das mobile Mozilla-Betriebssystem mittels standardisierter Schnittstellen mit möglichst vielen Geräten und Software kompatibel zu gestalten. Experten zufolge wird das erste Smartphone mit dem Betriebssystem von den Machern von Firefox bereits Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen – voraussichtlich in Südamerika. Je nachdem, wie sich die Nachfrage entwickelt, plant Mozilla, auf den US-Markt und später auch auf den europäischen Markt zu expandieren. Als ersten Partner konnte sich Mozilla bereits den spanischen Telekommunikationsriesen Telefonica angeln, der hierzulande mit seiner Tochtermarke O2 präsent ist.