Handy-Masten und deren Wartung: Nicht immer ungefährlich

Freitag, 28. Dezember 2012

Heutzutage können sie fast überall aufgefunden werden. Allerorts werden sie gebraucht, will doch nicht auf die komfortable und moderne Kommunikation verzichtet werden. An den schroffesten, unbändigsten und abgelegensten Orten existieren sie bereits. Doch was geschieht, wenn diese scheinbar unverzichtbaren Handymasten in einer Region wie beispielsweise schneebedeckten Berggipfeln einer Wartung bedürfen?

Da gegenwärtig nirgendwo im deutschsprachigem Raum auf eine permanente Erreichbarkeit via Mobilfunk verzichtet werden will, wurden einige Handymasten auf Höhen von bis zu 3237 Metern angebracht, um dort Urlaubern und Einheimischen eine schnelle Verbindung und Kommunikation zum Rest der Welt zu ermöglichen. Extremste Witterungsverhältnisse, denen allein schon Menschen kaum länger als ein paar Tage ohne Weiteres trotzen könnten, machen den Handymasten kaum zu schaffen. Schnee, Eis, Stürme, andauernde Temperaturen im Minusbereich setzen den Geräten nach einer gewissen Zeit zwar zu und sie müssen gewartet werden, doch eine weitaus größere Gefahr stellen Eiszapfen dar.

Da die Antennen nicht an der Spitze der Handymasten befestigt sind, sondern stattdessen deren Mitte umgeben, besteht die Gefahr, dass sich Eiszapfen, die sich an der Spitze des Mastes gebildet haben, loslösen und in die Tiefe stürzen. Dabei prallen sie auf das Gehäuse, welches solch einen Aufprall zwar übersteht, doch gleichzeitig kann die Antenne um ein paar Millimeter verrückt werden. Ein paar veränderte Millimeter – in der Ausrichtung der Antennen – können bereits bewirken, dass es zu Ausfällen kommt. Manchmal sind auch Einsätze der Techniker gefragt, die dann per Ski zur Station losfahren, da es sonst keine Möglichkeit gibt, in die entlegenen Regionen vorzudringen. Einer Gefahr setzen diese Leute sich jedesmal aus, denn auf diesen Höhen herrschen vollkommen andere Bedingungen als im angenehm warmen Tal, in dem bei einem Unfall schnell Hilfe herbeieilen kann.