Handy-Produzent Foxconn International in den roten Zahlen

Donnerstag, 30. August 2012

Das Unternehmen Foxconn taucht immer wieder an unterschiedlichen Stellen der News Sphären auf. Zuletzt sorgte das taiwanische Mutterunternehmen Foxconn Technology, welches unter anderem zu den Großfertigern der Firma Apple gehört, für Schlagzeilen im Hinblick auf die miserablen Arbeitsbedingungen bei den Angestellten.

Das taiwanesische Unternehmen Foxconn hat große Verluste zu beklagen. Bildquelle: © robtek / Fotolia.com

Hinter Foxconn verbirgt sich ein gigantischer Konzern, der im absoluten Akkord Millionen Stückzahlen unterschiedlicher Smartphone und Handy Teile für diverse Auftraggeber wie Nokia, Motorola Mobility, Apple, Samsung und Co produziert.

Während Foxconn Technology weiterhin, dank Apple und der riesigen Auftragslage, schwarze Zahlen schreibt, sieht es bei Foxconn International weniger rosig aus. Neusten Berichten zufolge befindet sich der Konzern in einer großen Krise. Das liegt unter anderem daran, dass Auftraggeber wie Motorola Mobility und Nokia immer weniger Bestellungen aufgeben. Schließlich hat der Smartphone Boom nach und nach die herkömmliche Handy Sparte abgelöst, so dass nun ein Umdenken einkehren muss. Während die mangelnde Auftragslage die eine Seite darstellt, sorgt die damit einhergehende sinkende Bereitschaft unter anderem bedingt durch den harten Preiskampf, weniger für die gefertigten Teile zahlen zu wollen, für ein weiteres dickes Minus auf dem Konto von Foxconn International.

Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnete der weltgrößte Teilefertiger den größten Verlust seit dem Börsengang im Jahr 2005. Mit einem satten Minus von 226,1 Millionen Dollar ist die Zukunft von Foxconn International recht stark gefährdet. Der Einbruch der Foxconn International Aktien, um fast 40 Prozent, lässt die Alarmglocken jedenfalls weiter laut läuten. Die Führungsriege gab bereits an, dass der Fokus nun erst einmal ganz klar im Bereich der Kostenersparnis anzusiedeln sei. Unter anderem soll an der Automatisierung bestimmter Teile der Produktionslinie gearbeitet werden. Ob derartige Maßnahmen langfristig auch wieder für schwarze Zahlen sorgen werden, bleibt abzuwarten.


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