Ist Handystrahlung wirklich schädlich?

Donnerstag, 6. Januar 2011

Eine gewisse Strahlung geht von jedem Handy aus, doch die Geräte heutzutage weisen immer geringere Strahlenwerte und eine verbesserte Sendeleistung auf. Die Frage, ob Handystrahlung gesundheitliche Schäden verursachen kann, bleibt dennoch weiterhin bestehen und löst vielfach Diskussionen aus.

Auf der einen Seite sehen sich die Handybefürworter und Mobilfunkanbieter auf der sicheren Seite, da die geltenden Werte vielfach unterschritten werden, zum anderen beharren die Gegner darauf, dass selbst kleinste Strahlenmengen schwere Krankheiten wie Leukämie oder Tumore auslösen können. Dies wurde bereits in vielen Studien untersucht, doch eindeutige Ergebnisse ob Handystrahlung für gewisse Symptome wie Kopfschmerzen oder erhöhte Infektanfälligkeit konnten nicht geliefert werden.

Bedenken muss man jedoch auch, dass Langzeitstudien noch nicht vorliegen, da das Mobilfunknetz dafür noch nicht lange genug besteht und Strahlenschädigungen oftmals erst nach Jahrzehnten auftreten können. Generell hängt jedoch die Strahlenbelastung, der man selbst ausgesetzt ist, auch vom eigenen Telefonverhalten und dem Umgang mit dem Gerät ab.

Gesunde Vorsicht bei der Handynutzung

Generell sollte das Handy mit gesunder Vorsicht genutzt und direkter Kontakt, vor allem in der Kopfregion, so gering wie möglich gehalten werden. Daher sollten Gespräche mit dem Mobiltelefon so kurz wie möglich ausfallen und längere Telefonate bevorzugt mit dem Festnetzanschluss getätigt werden. Auch der SAR-Wert eines Handys sollte möglichst gering ausfallen. Dieser Wert gibt Auskunft über die jeweilige Strahlenbelastung, die vom Handymodell ausgeht und vom Kopf des Nutzers absorbiert wird. Mittlerweile wird dieser von allen Handyherstellern angegeben.

Es sollte jedoch auch auf die eigentliche Sendeleistung des Gerätes geachtet werden, da eine niedrige Sendeleistung zu einer höheren Handystrahlung führt, was bei schlechter Netzabdeckung die Handystrahlung um ein Vielfaches erhöht. Um Kinder vor ungewollter Strahlung zu schützen, sollten Eltern ein besonderes Augenmerk auf das Telefonverhalten ihrer Sprösslinge haben. Besonders bei jüngeren Kindern zu Beginn des Schulalters sollte das Handy generell noch kein Thema sein und nur ausnahmsweise und in Notfällen Verwendung finden.