Ohne Handy überleben – Meine Erfahrungen

Donnerstag, 12. März 2015

Für die meisten ist es mittlerweile kaum vorstellbar – ein Leben ohne Handy! Was vor 20 Jahren noch normal war, gehört heute zum Alltag wie das tägliche Brot. Doch kann auch heute noch ein Leben ohne Handy funktionieren?

Ein Wochenende ohne Handy – der Selbstversuch

So sehr mir die Vorstellung ohne Handy zu sein widerstrebte – manchmal nervte es mich auch. Früher war es normal ohne Handy und heute? Internet, Apps, Mails – alles ist machbar mit dem modernen Smartphone. Ständig hängt man an diesem Ding, schaut in sozialen Netzwerken, googelt, bekommt Nachrichten. An einem Freitagmorgen überlegte ich mein Handy einfach für eine Weile auszuschalten, gesagt – getan. Die Ruhe war herrlich, keine Anrufe und keine Nachrichten. Kurze Zeit später gab es aber schon die erste Situation, in der ich mein Smartphone gebraucht hätte. Ich wollte etwas ausrechnen und griff routinemäßig zum Handy und stellte fest: es ist aus! Gut, dann werde ich später zum konventionellen Taschenrechner greifen. Der erste Tag neigte sich dem Ende zu und ich griff noch öfter aus Gewohnheit zum Handy, alleine schon um auf die Uhr zu schauen.

Samstag – der 2. Tag ohne Handy

Schon morgens wurde mir bewusst, es fehlt etwas in meinem morgendlichen Routineablauf. Denn üblicherweise checke ich morgens mit Kaffee in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand sämtliche Dinge, wie Mails, soziale Netzwerke, neue Artikel etc. – dies fiel heute komplett weg, ich war völlig raus aus der Smartphone-Welt. Das zeigte sich auch später als es mit Freunden zum Ausflug gehen sollte: Hey, ich habe versucht dich anzurufen, bist ja gar nicht erreichbar! Also hat man von Angesicht zu Angesicht letzte Vorbereitungen besprochen – wie früher, ohne Handy! Der Tag endete mit den gleichen Griffen zum Handy wie am Vortag, nur um immer wieder festzustellen: es ist aus! Witzigerweise hatte ich es oft dabei, obwohl es aus war.

Sonntag – der letzte Tag ohne Handy

Wer mir wohl alles geschrieben hat? Und was gibts neues bei Facebook und Co.? Ich gehe mit dem Hund und will mein Handy zücken, um auf die Uhr zu schauen. Kein Handy dabei und somit auch keine Uhr! Ich fühlte mich nackig und nicht mehr im Bilde. Ich weiß weder wie spät es ist noch was es alles für Neuigkeiten gibt, aber ich ließ es aus. Am Montagmorgen wieder eingeschaltet, mit dem Kaffee in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand – wie jeden Morgen im Leben mit meinem Handy. Das Handy hängte sich fast auf wegen tausenden Updates, zig Nachrichten und verpassten Anrufen. Meinem besten Kumpel schrieb ich direkt, dass ich nie mehr das Handy über Tage hinweg aus lasse.

Fazit: Mein Handy ersetzt alles – Laptop, Taschenrechner, Armbanduhr und das Festnetz! Ich habe gar kein Festnetztelefon mehr, alles läuft übers Smartphone. Natürlich habe ich es ohne Smartphone überlebt, aber es ist schon so in den Alltag integriert, dass man ohne dem kaum noch kann, eben weil es mittlerweile alles ersetzt. Es gehört nun einfach in unserem Alltag dazu – das geliebte Handy.